Zum 20-jährigen Jubiläum der Cyclassis habe ich mich mit der Kamera bewaffnet und ein paar Stunden im Rausch der Geschwindigkeit verbracht. Rein fotografisch natürlich ;-).

Im Schwung des Spiels mit verschiedenen Techniken (um das Tempo möglichst vielfältig einzufangen) kamen auch ein paar fast schon abstrakt wirkende Bilder heraus. Wenn ich Neues ausprobiere, übertreibe ich halt auch gerne mal. Quasi wie ein Kind, das seine Grenzen testet ;-).

Spannung durch abstrakten Charme

Bilder mit bestechender Schärfe können großartig sein, aber gekonnt unscharf – das ist auch eine Kunst für sich. Mit seinen leuchtenden Farben und der Dynamik zieht mich nämlich tatsächlich ein Ergebnis völlig ohne Schärfe in seinen Bann:

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Irgendwie muss ich dabei an impressionistische Malerei denken – auch wenn der ein oder andere Kunstliebhaber darüber die Nase rümpfen mag. Die ineinander verwischten Farben machen das Bild auf jeden Fall spannend. Oder nicht?

Hinten scharf – vorne in Bewegung

Aber es muss nicht immer bunt sein. Schwarz-weiß mit Hamburger Hafenkränen im Hintergrund hat auch etwas: Hier sind die Radrennfahrer durch ihr Tempo eher zwei vorbeirauschende Schemen. Und wer ganz genau hinschaut, findet sogar ein Bild im Bild. 2015-Cyclassics-WP-9394

Und? Entdeckt? Genau: In der Bildmitte sind die Reifen durch die Bewegungsunschärfe so durchscheinend, dass die dahinter auf einer Bank sitzende Frau erkennbar wird. Scharf, wie der restliche Hintergrund. Ich würde gerne sagen, das war bewusst. Aber letztlich ist es nur ein glücklicher Zufall, der mir dafür sofort ein paar neue Bildideen eingebracht hat.

Mit dem Fahrer auf einer Linie

Nicht ganz zufrieden bin ich mit meinen Bildern, deren Hintergrund „vorbeirauschen“ soll, während Rad und Fahrer scharf bleiben. Da sieht man die Geschwindigkeit am schönsten (finde ich), aber ein wenig Übung braucht es schon. Hier ebenfalls schwarz-weiß, da der Hintergrund sonst zu stark ablenkt:

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